Liquiditätsplan Vorlage 2026: Excel für 12 Monate mit Steuerterminen

Liquiditätsplan Vorlage 2026 als Excel, Word und PDF: Einzahlungen und Auszahlungen für zwölf Monate, Kontostand, Kreditlinie und Warnung bei Unterdeckung, mit Zahlungsterminen für Umsatzsteuer, Lohnsteuer, Sozialversicherung und Vorauszahlungen.

Aktualisiert am

Von Lukáš Tobolák. Keine Steuerberatung, bitte mit Ihrem Steuerberater abstimmen.

Kurz gesagt

Die Vorlage ist ein Liquiditätsplan für zwölf Monate, mit dem kleine Betriebe sehen, ob das Geld auf dem Konto in jedem Monat reicht. Die Excel-Datei enthält Kontostand zu Beginn, Kreditlinie und Planjahr, je Monat drei Zeilen für Einzahlungen (bar und Karte, Überweisung, sonstige Einzahlungen, Darlehen und Einlagen) und zehn Zeilen für Auszahlungen (Wareneinkauf, Löhne, Sozialversicherung und Lohnsteuer, Miete und Pacht, Energie, Versicherungen und Leasing, sonstige Kosten, Umsatzsteuer-Zahllast, Einkommen- und Gewerbesteuer, Zins und Tilgung, Privatentnahmen). Sie rechnet Summen, Überschuss oder Fehlbetrag, Kontostand am Monatsende, verfügbaren Betrag mit Kreditlinie und zeigt "Kreditlinie" oder "Unterdeckung", wenn das Konto ins Minus rutscht. PDF und Word enthalten dieselbe Tabelle im Querformat zum Ausfüllen von Hand und eine Übersicht der Zahlungstermine.

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  • Word
  • Excel
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  • Stand 2026

Die Dateien sind kostenlos, ohne Registrierung und ohne Wasserzeichen. Den vollständigen Text der Vorlage finden Sie direkt unter diesem Abschnitt.

Text der Vorlage: Liquiditätsplan

Derselbe Inhalt wie im PDF und in der Word-Datei oben: alle Felder, Tabellen und Hinweise. Linien markieren Felder zum Ausfüllen.

Liquiditätsplan

Einzahlungen und Auszahlungen für zwölf Monate, Kontostand und Kreditlinie, mit Steuerterminen

Betrieb:Planjahr:Kreditlinie (EUR):Stand:

PositionJanFebMärAprMaiJunJulAugSepOktNovDez
Kontostand Monatsanfang
Einzahlungen bar und Karte
Einzahlungen Überweisung
Sonstige Einzahlungen, Darlehen
Summe Einzahlungen
Wareneinkauf
Löhne und Gehälter (netto)
Sozialversicherung, Lohnsteuer
Miete, Pacht, Nebenkosten
Energie, Versicherungen, Leasing
Sonstige Kosten
Umsatzsteuer-Zahllast
Einkommen- und Gewerbesteuer
Zins und Tilgung
Privatentnahmen
Summe Auszahlungen
Überschuss oder Fehlbetrag
Kontostand Monatsende

Zahlungstermine: Umsatzsteuer am 10. nach Ablauf des Voranmeldungszeitraums, mit Dauerfristverlängerung einen Monat später (§ 18 Abs. 1 UStG, § 46 UStDV); Lohnsteuer am 10. nach Ablauf des Anmeldungszeitraums (§ 41a EStG); Sozialversicherungsbeiträge am drittletzten Bankarbeitstag des laufenden Monats (§ 23 Abs. 1 SGB IV); Einkommensteuer-Vorauszahlungen am 10. März, Juni, September und Dezember (§ 37 EStG); Gewerbesteuer-Vorauszahlungen am 15. Februar, Mai, August und November (§ 19 GewStG). Planen Sie Zahlungen, nicht Umsätze oder Aufwand: maßgeblich ist, wann Geld fließt. Die Excel-Datei rechnet Summen, Kontostand und Warnung bei Unterdeckung.

Warum Liquidität wichtiger ist als Gewinn

Ein Betrieb kann im Jahr Gewinn machen und trotzdem im Februar zahlungsunfähig sein: Die Saison ist vorbei, die Umsatzsteuer für Dezember wird fällig, die Versicherung wird jährlich abgebucht. Der Liquiditätsplan zeigt solche Lücken vorher, damit Sie rechtzeitig mit der Bank sprechen, Zahlungen verschieben oder Rücklagen bilden können.

Geplant werden Zahlungen, nicht Umsätze oder Aufwand: Eine Rechnung, die im März gestellt und im April bezahlt wird, gehört in den April. Abschreibungen kommen im Liquiditätsplan nicht vor, die Anschaffung selbst schon.

Zahlungstermine für die Planung

Zahlung Termin Grundlage
Umsatzsteuer-Vorauszahlung 10. Tag nach Ablauf des Voranmeldungszeitraums, mit Dauerfristverlängerung einen Monat später § 18 Abs. 1 UStG, § 46 UStDV
Lohnsteuer 10. Tag nach Ablauf des Anmeldungszeitraums § 41a EStG
Sozialversicherungsbeiträge drittletzter Bankarbeitstag des laufenden Monats § 23 Abs. 1 SGB IV
Einkommensteuer-Vorauszahlung 10. März, 10. Juni, 10. September, 10. Dezember § 37 Abs. 1 EStG
Gewerbesteuer-Vorauszahlung 15. Februar, 15. Mai, 15. August, 15. November § 19 Abs. 1 GewStG

Die Umsatzsteuer wird monatlich angemeldet, wenn die Steuer des Vorjahres mehr als 9.000 Euro betrug, sonst vierteljährlich (§ 18 Abs. 2 UStG). Bei Dauerfristverlängerung zahlen Monatszahler im Februar zusätzlich eine Sondervorauszahlung von einem Elftel der Vorjahressteuer; mehr dazu im Ratgeber zur Dauerfristverlängerung.

Inhalte der Vorlage

Zeile Inhalt Berechnung in Excel
Kontostand Monatsanfang Januar aus der Eingabe, danach Vormonatsende automatisch
Einzahlungen drei Zeilen Summe je Monat und Jahr
Auszahlungen zehn Zeilen Summe je Monat und Jahr
Überschuss oder Fehlbetrag Einzahlungen minus Auszahlungen automatisch
Kontostand Monatsende Anfang plus Überschuss automatisch
Verfügbar mit Kreditlinie Monatsende plus Kreditlinie automatisch
Hinweis Kreditlinie genutzt oder Unterdeckung automatisch

So füllen Sie die Vorlage aus

  1. Kontostand am Planungsbeginn und Ihre Kreditlinie eintragen.
  2. Einzahlungen je Monat schätzen, mit Saison und Zahlungszielen Ihrer Kunden.
  3. Feste Auszahlungen eintragen: Miete, Löhne, Versicherungen, Leasing, Tilgung.
  4. Steuertermine aus der Tabelle oben übernehmen.
  5. Variable Auszahlungen wie Wareneinkauf passend zum Umsatz planen.
  6. Monate mit "Kreditlinie" oder "Unterdeckung" prüfen und gegensteuern.
  7. Monatlich die Ist-Zahlen eintragen und den Rest des Jahres anpassen.

Häufige Fehler

  • Umsatz statt Zahlungseingang geplant, Zahlungsziele ignoriert.
  • Umsatzsteuer und Lohnsteuer vergessen, sie sind fremdes Geld auf Ihrem Konto.
  • Jährliche Zahlungen wie Versicherungen oder Gewerbesteuer-Nachzahlungen übersehen.
  • Privatentnahmen und Einkommensteuer nicht eingeplant.
  • Plan einmal erstellt und nie mit den Ist-Zahlen abgeglichen.

Häufige Fragen

Wie weit sollte ein Liquiditätsplan reichen?

Für den laufenden Betrieb mindestens zwölf Monate, bei einer Gründung oder großen Investition 24 Monate. Monatlich fortschreiben, in Krisen auch wochenweise.

Was ist der Unterschied zum Businessplan?

Der Businessplan zeigt mit der Rentabilitätsvorschau, ob ein Gewinn entsteht. Der Liquiditätsplan zeigt, ob in jedem Monat genug Geld da ist. Für Bankgespräche brauchen Sie beides.

Warum steht die Abschreibung nicht im Liquiditätsplan?

Weil sie keine Zahlung ist. In den Liquiditätsplan gehört die Anschaffung im Monat der Bezahlung, oder die Raten, wenn finanziert wird. Die Abschreibung verteilt den Aufwand nur steuerlich über die Nutzungsdauer.

Was Kontevia dabei übernimmt

Kontevia startet in Deutschland mit ersten Pilotbetrieben. So ist der Ablauf angelegt:

Den Liquiditätsplan führen Sie selbst oder mit Ihrer Steuerberatung. Kontevia sorgt dafür, dass die Ist-Zahlen schnell vorliegen: Einkaufsrechnungen, Kassenberichte und Quittungen fotografieren Sie oder leiten sie weiter, Kontevia legt sie unverändert im Archiv ab und übergibt sie mit einem Buchungsvorschlag an Ihren Steuerberater.

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