Wareneinsatz berechnen
Anfangsbestand, Einkäufe, Endbestand und Umsatz eingeben: der Rechner zeigt Wareneinsatz, Wareneinsatzquote, Rohertrag und Aufschlag für Gastronomie, Hotel und Handel.
Von Lukáš Tobolák, Stand 11. Oktober 2026. Kostenlos, ohne Anmeldung, keine Steuerberatung.
Formel: Wareneinsatz = Anfangsbestand + Einkäufe − Endbestand. Wareneinsatzquote = Wareneinsatz ÷ Nettoumsatz. Rohertrag = Nettoumsatz − Wareneinsatz.
Formel und Rechenweg
Der Wareneinsatz ist der Wert der Waren, die im Zeitraum tatsächlich verbraucht oder verkauft wurden. Er ergibt sich aus Anfangsbestand plus Einkäufe minus Endbestand. Die Wareneinsatzquote setzt ihn ins Verhältnis zum Nettoumsatz, der Rohertrag ist der Umsatz nach Abzug des Wareneinsatzes, der Aufschlag zeigt, wie viel Prozent auf den Einkaufswert aufgeschlagen wurden.
Beispiel Restaurant, ein Monat
Anfangsbestand 4.200 Euro, Einkäufe 18.500 Euro, Endbestand 3.900 Euro, Nettoumsatz 62.000 Euro. Wareneinsatz: 4.200 + 18.500 − 3.900 = 18.800 Euro. Quote: 30,3 Prozent. Rohertrag: 43.200 Euro. Aufschlag: 230 Prozent. Liegt die Quote deutlich über den eigenen Vormonaten, lohnt der Blick auf Schwund, Portionsgrößen, Einkaufspreise und nicht erfasste Lieferscheine.
Wareneinsatz getrennt nach Speisen und Getränken
In der Gastronomie rechnen Sie am besten zwei Wareneinsätze: Speisen (Lebensmittel, meist 7 Prozent Vorsteuer) und Getränke (19 Prozent). Dafür müssen Großmarktrechnungen und Lieferscheine positionsgenau nach Steuersatz erfasst werden. Kontevia liest jede Position aus und ordnet sie dem Lieferanten und Steuersatz zu, damit die Kanzlei den Wareneinsatz je Warengruppe auswerten kann.
Häufige Fragen
Wie berechnet man den Wareneinsatz?
Wareneinsatz = Anfangsbestand + Wareneinkäufe im Zeitraum − Endbestand. Alle Werte netto und zu Einkaufspreisen. Die Bestände kommen aus der Inventur, die Einkäufe aus den Lieferantenrechnungen des Zeitraums.
Was ist die Wareneinsatzquote?
Die Wareneinsatzquote ist der Wareneinsatz geteilt durch den Nettoumsatz, ausgedrückt in Prozent. Sie zeigt, wie viel von jedem eingenommenen Euro für Waren ausgegeben wurde. In der Gastronomie liegen Erfahrungswerte bei rund 25 bis 35 Prozent für Speisen und 20 bis 30 Prozent für Getränke, abhängig von Konzept und Lage.
Was ist der Unterschied zwischen Wareneinsatz und Wareneinkauf?
Der Wareneinkauf ist, was Sie im Zeitraum bestellt und bezahlt haben. Der Wareneinsatz ist, was tatsächlich verbraucht oder verkauft wurde. Die Differenz steckt in der Bestandsveränderung: Wer mehr einkauft als verbraucht, baut Lager auf, der Wareneinsatz bleibt niedriger als der Einkauf.
Welche Konten gehören zum Wareneinsatz in der Gastronomie?
Im SKR03 vor allem 3300 (Wareneingang 7 %), 3400 (Wareneingang 19 %) und die Bestandsveränderung 3960/3970. Im SKR04 5300, 5400 und 5880/5881. Getränke laufen über 19 Prozent, die meisten Lebensmittel über 7 Prozent. Ihre Kanzlei kann abweichende Konten nutzen.
Warum braucht die Steuerkanzlei den Wareneinsatz nach Lieferant und Steuersatz?
Weil Vorsteuer und Betriebsausgabe aus den Eingangsrechnungen kommen und das Finanzamt bei Gastronomie die Rohgewinnaufschläge mit Richtsätzen vergleicht. Fehlen Lieferscheine oder Rechnungen, entstehen Lücken, die eine Schätzung auslösen können. Positionsgenaue Erfassung je Lieferant verhindert das.
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